Clusterkopfschmerz
Dieser Kopfschmerz äußert sich in heftigsten, streng einseitigen und in Attacken auftretenden Schmerzen v.a. in Schläfe und Auge. Die Attacken dauern meist zwischen einer Viertelstunde bis zu drei Stunden und treten vornehmlich nachts und aus dem Schlaf heraus auf. Sie kommen völlig unvermittelt. Die Seite kann wechseln. Besonders typisch ist die während der Attacke bestehende Bewegungsunruhe. Menschen mit Clusterkopfschmerz neigen daher dazu, umherzuwandern („pacing around”), anstatt sich zurückzuziehen. Andere typische Symptome sind ein gerötetes Auge, Tränenfluss, hängendes Lid, laufende oder verstopfte Nase. Die Attacken können durch Alkoholgenuss ausgelöst.
Zur Akutbehandlung eignet sich Sauerstoffinhalation, was jedoch technisch bei einer akuten Attacke einigermaßen schwierig ist, und die Einnahme von Triptanen, die eigentlich spezielle Migränemedikamente sind. Typischerweise sind alle herkömmlichen Schmerzmittel meist unwirksam. Zur Behandlung des „Clusters” (der Episode) an sich und zur Prophylaxe werden als Mittel der ersten Wahl Verapamil, Cortison und Lithium empfohlen.
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