Demenz
Bei einer Demenz handelt es sich um einen Verlust von vorher gehabten Fähigkeiten des Gedächtnisses und des Denkens mit Beeinträchtigung der alltäglichen Aktivitäten. Anfangs kann man häufig eine wechselhafte oder auch deprimierte Stimmung, Antriebslosigkeit mit einem Nachlassen der Alltagsaktivitäten und sozialem Rückzug, eine zunehmende Abneigung gegen Neues, leichte Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen und eine Verarmung der intellektuellen Fähigkeiten mit einer Bagatellisierung dieser Einbußen bemerken. Zu beachten ist hierbei, dass sich Depressionen auch anfangs häufig genauso äußern können. Bei dieser Erkrankung werden sie aber nicht bagatellisiert, sondern im Gegenteil sehr schwer genommen. Im typischen Verlauf tritt dann ein beeinträchtigtes Urteilsvermögen auf. Aus Wahrnehmungen und Erkenntnissen werden nicht mehr adäquate Schlüsse gezogen. Es kommt auch zu einer deutlichen Verminderung der Merkfähigkeit, dass heißt Neues wird nicht mehr behalten. Altes kann meist stabil reproduziert werden, wobei manchmal „Zeitgitterstörungen” auffallen, das heißt, dass die Ereignisse chronologisch nicht mehr richtig einsortiert werden. Wegen der gestörten Merkfähigkeit treten auch relativ rasch Störungen des Wissens über Zeit, Ort und Situation ein, was von den Patienten aber gerne überspielt wird: „Ach, so was fragt man eine alte Dame doch nicht...”, „ach, ich bin ein alter Mann und pass auf so was nicht mehr so genau auf...”.
Parallel zeigt sich oft eine „Schwerbesinnlichkeit”, komplexe und später auch einfache Fragen werden nicht mehr verstanden, eine Beeinträchtigung des abstrakten Denkens, Weitschweifigkeit, Umständlichkeit und ähnliches. Ganz im Vordergrund der Diagnostik steht der Ausschluss von (behandelbaren) Ursachen. Nicht alle Demenzen sind unwiderruflich und manche Ursachen können immerhin gebessert werden. Wenn eine Demenz aufgrund einer Vermehrung des Nervenwassers im Kopf oder aufgrund von Stoffwechselstörungen entstanden ist, kann sie sogar wieder geheilt werden. Demenzen können auch aufgrund von Durchblutungsstörungen, durch giftige Substanzen, wie Alkohol, Drogen oder Schwermetalle, Infektionen, Tumoren oder Verletzungen entstehen.
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