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Depression

Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Jeder fünfte Mensch macht einmal im Leben eine depressive Episode durch. Das entsteht durch ein Zusammenwirken von biochemischer „Empfindlichkeit” des Hirnstoffwechsels, die manchmal familiär bedingt ist, und Stressfaktoren, die auf den Menschen einwirken, wie Verluste, Trennungen, Kränkungen, etc.. Hierdurch kommt es zu einer chronischen Ausschüttung von „Stresshormonen”, z.B. Adrenalin oder körpereigenes Cortison, das man „Cortisol” nennt. Wirken diese Stresshormone zu stark oder zu lange auf das Gehirn ein, kommt es zu einer chronischen Verminderung bestimmter Botenstoffe, wie Serotonin, Noradrenalin oder Dopamin. Wenn diese chronisch zu niedrig sind, erhöht der Körper die „Rezeptordichte”, die Dichte von Empfangsstellen, für diese Botenstoffe. Und damit gehen die typischen Symptome der Depression einher.

Die typischen Symptome einer Depression sind Durchschlafstörungen mit Früherwachen, Morgentief, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, Freud- und Interesselosigkeit, deprimierte Stimmung, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, verlangsamtes Denken und auch verlangsamte Bewegungen, Gefühle von Sinnlosigkeit und auch lebensmüde Gedanken. Das alles ist sehr gut heilbar.

Psychotherapeutische Verfahren klären die Zusammenhänge, die Ursachen und den Umgang mit den Stressfaktoren. Deshalb sind sie für die Prophylaxe und Therapie oft wichtig, können aber in einer akuten schweren depressiven Episode die Probleme noch verschlimmern. Antidepressiva sind Medikamente, die den Abbau der Botenstoffe verlangsamen und dadurch die Spiegel wieder normalisieren. Weil sie das sehr schnell machen, können Nebenwirkungen Müdigkeit oder Übelkeit sein, die aber nur ein paar Tage anhalten. Länger, ein paar Wochen, dauert es bis sich die Rezeptoren wieder zurückgebildet haben, also bis die Depression besser wird. Aufgrund all dessen machen Antidepressiva nicht abhängig und verändern auch nicht den Charakter oder sonst irgend etwas.

Deshalb ist es auch so wichtig, die Medikamente regelmäßig und lang genug einzunehmen, weil sie sonst schlichtweg gar nicht wirken.


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