Schizophrenie
Die Schizophrenie ist, modellhaft gesprochen, eine angeboren niedrige „Dopaminschwelle”. Man geht davon aus, dass jeder Mensch eine bestimmte Dopaminschwelle hat. Verschiedene „Stressfaktoren”, wie Stress an sich, aber auch Drogen, Medikamente, Schlaflosigkeit, etc., summieren sich. Wenn diese über die „Dopaminschwelle” reichen, dann läuft eine typische
Psychose ab. Wenn aufgrund biochemischer, vererbter oder traumatischer Faktoren die „Dopaminschwelle” niedriger ist als bei anderen Menschen, das heißt, dass nur wenige oder gar keine Stressfaktoren ausreichen, um zu einer
Psychose zu führen, dann nennt man das „Schizophrenie”.
Neuroleptika müssen in diesem Fall unbedingt dauerhaft eingenommen werden, weil sie dafür sorgen, dass die „Dopaminschwelle” künstlich erhöht wird und der Mensch von einer erneuten
Psychose verschont bleibt. Dies ist v.a. deshalb so wichtig, weil die sogenannten „Negativ-Symptome”, wie Antriebslosigkeit, Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsstörungen, mit jeder wiederkehrenden Erkrankung weniger heilbar werden. Ganz wichtig ist es auch, dass die Menschen, die an einer Schizophrenie erkrankt sind, Spezialisten ihrer eigenen Erkrankung werden. Je besser sie sich auskennen und je mehr Vertrauen sie zu einem Therapeuten fassen können, desto früher kann man reagieren. Dann kann man Stress vermeiden, Entlastung suchen und braucht ggf. nur sehr niedrige Dosen von
Neuroleptika.
> zurück zur Übersicht