Schwindel
Hierunter versteht man das Empfinden eines Dreh- oder Schwankgefühls. Definiert ist „Schwindel“ als „wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich selbst und der Umwelt“. Man unterscheidet u.a. Dreh-, Schwank- und unsystematischen Schwindel. Er entsteht häufig aus widersprüchlichen Informationen der am Gleichgewichtsempfinden beteiligten Sinnesorgane wie der Augen, dem Gleichgewichtsorgan des Innenohrs, der Muskel- und Gelenkrezeptoren. Wenn der Hausarzt die Einordnung des Schwindels nicht ausreichend sichern konnte, sollten Fachärzte für HNO, Orthopädie und Neurologie konsultiert werden. Unter Umständen sind auch kardiologische und psychiatrische Untersuchungen sinnvoll.
Die Krankengeschichte kann beim Schwindel bereits in 90% der Fälle die Diagnose nahe legen. Weiterhin werden – bei den verschiedenen Ärzten – Blutdruck und Puls untersucht, ein EKG geschrieben, die Augenbewegungen untersucht, der Gleichgewichtssinn und das Gehör sowie die Koordination geprüft. Führen diese Untersuchungen nicht zur Klärung, wird meist eine bildgebende Untersuchung des Kopfes (
CCT, MRT) , eine
Doppler- und Duplex-Sonographie, ein
EEG und / oder die Ableitung von
Evozierten Potentialen notwendig.
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