Trigeminusneuralgie
Hierbei handelt es sich um Schmerzen, die durch eine Störung des fünften Hirnnerven, des Nervus trigeminus, ausgelöst werden. Charakteristisch ist der spontane oder ausgelöste, blitzartig einschießende Schmerz im Bereich meist einer Hälfte des Gesichtes (Versorgungsgebiet des Nervus trigeminus). Meist hält der Schmerz nur wenige Sekunden, selten bis zu wenigen Minuten an. Manchmal treten zusätzlich Symptome wie Rötung, Tränen, Nasenlaufen oder Speichelfluss mehrmals pro Tag auf. Die Schmerzattacken können durch Kauen, Sprechen, Schlucken, Zähneputzen, Berührung des Gesichtes, kalte Luft oder Bewegungen der Gesichtsmuskulatur ausgelöst werden. Zusätzlich kommt es häufig zu begleitenden
Depressionen als Folge der massiven Schmerzen und des Vermeidungsverhaltens bezüglich der Auslöser (frische Luft, Essen, Trinken).
Zuerst wird die Trigeminusneuralgie mit medikamentösen Mitteln behandelt. Mittel der ersten Wahl sind hierbei Carbamazepin oder Oxcarbazepin. In seltenen Fällen kommt ein operativer Eingriff in Betracht.
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