Fragen + Antworten

Wir möchten auf häufig gestellte Fragen eingehen. Dazu haben wir, neben der Erläuterung zum Neurologen und Psychiater, Empfehlungen für Angehörige, sowie ein Lexikon der wichtigsten Begriffe zusammengestellt.

Was ist ein Neurologe?


Neurologe ist der Titel eines Arztes mit zusätzlicher Ausbildung im Fach Neurologie. Als solcher beschäftigt er sich mit der Diagnose, nicht-operativen Behandlung und Erforschung von Erkrankungen oder Störungen der Nerven, der Muskeln und des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark) des Menschen.

Was ist ein Psychiater?


Psychiater ist der Titel eines Arztes mit entsprechender Fachausbildung in der Psychiatrie. Als solcher beschäftigt er sich mit der Diagnose, Behandlung und Erforschung von Erkrankungen oder Störungen des Geistes oder der Seele des Menschen. Dabei betrachtet er insbesondere die Beziehungen zwischen Körper und Geist und deren gegenseitige Beeinflussung.

Empfehlungen für Angehörige


Wenn eine seelische Erkrankung festgestellt wird, dann sollten Angehörige, Freunde, Arbeitskollegen und Vorgesetzte zuallererst Ratschläge vermeiden. „Auch ein Ratschlag ist ein Schlag.” Man tendiert verständlicherweise dazu, weil man die seelischen Erkrankungen mit Stimmungsschwankungen, Erschöpfungsreaktionen oder einem „Durchhänger” gleichsetzt. Es gelten hier aber andere Gesetze. Die Aufforderung an einen hoffnungslosen, apathischen oder willensgeschwächten kranken Menschen, sich „zusammenzureißen”, verstärkt die Verzweiflung. Der kranke Mensch ist nicht unwillig, sondern unfähig. Ablenkungs-, Vergnügungs- oder Zerstreuungsmöglichkeiten anzubieten oder zu empfehlen ist ebenfalls schädlich. Ein Mensch, der die Fähigkeit verloren hat, sich zu freuen, kann damit nichts anfangen, sondern wird noch deprimierter und schuldbeladener. Man kann einem seelisch kranken Menschen auch nicht einreden, dass es ihm doch „eigentlich gut” gehe. Wenn es so wäre, würde der Betroffene das am besten merken. Solche Äußerungen lassen sich aber leicht als Verkennung des Leidens oder als Misstrauen missverstehen. Auch Urlaub oder ein „Kuraufenthalt" ist eher schädlich. Der kranke Mensch empfindet fremde Umgebung als belastend. Seine Kontaktschwäche wird ihn noch mehr isolieren. Seine Minderwertigkeitsgefühle werden sich verstärken. Teilnahmslosigkeit, Grübelzwang und die Angst, anderen zur Last zu fallen, verschlimmern sich.

Subjektiv unkorrigierbar sichere Überzeugungen (Wahn) kann man niemandem ausreden, das ist ja gerade das Symptom. Solche Wahn-Ideen sind nicht mit logischen Argumenten zu korrigieren. Sie beweisen dem Kranken nur, dass ihn niemand versteht. Der seelisch kranke Mensch sollte keine (wichtigen) Entscheidungen treffen. Wenn er wieder gesund ist, ist er im Vollbesitz seiner Kräfte. Da der depressiv kranke Mensch alles durch eine „schwarze Brille” sieht und der psychotisch kranke Mensch die Wirklichkeit verzerrt wahrnimmt, werden die meisten Entscheidungen zu ihrem Nachteil ausgehen. Später sieht dann alles wieder ganz anders aus und er wird sich fragen, warum man ihn diese Entscheidung hat treffen lassen.

Die Auseinandersetzung und Kommunikation mit seelisch kranken Familienmitgliedern und Freunden ist sehr schwierig. Häufig versuchen Angehörige, die Krankheit, aber auch unmittelbar den seelisch kranken Menschen mit Kritik und Kontrolle zu dominieren. Das ist eine Schutzreaktion, die aber für beide schädlich ist. Sie führt zu einer Blockade der Kommunikation und zu wachsenden Spannungen. Besser ist es, einfach Mitgefühl zu zeigen. Gegenseitiges Verständnis muss gepflegt werden.

Damit die Krankheit geheilt werden kann, muss der Betroffene unbedingt in Behandlung. Das kann v.a. am Anfang auf heftige Gegenwehr stoßen. Viele seelisch kranke Menschen halten sich nicht für „krank”. Vielleicht schämen sie sich auch, weil sie kein „normales” Leiden vorweisen können. In den fortgeschrittenen Krankheitsstadien ist die fehlende Krankheitseinsicht ein Symptom und erschwert den fachgerechten Umgang zusätzlich. Angehörige sollten sich nicht entmutigen lassen, auch wenn der seelisch kranke Mensch unnahbar, reizbar oder aggressiv wird. Das ist nie persönlich gemeint. Liebevolle Unterstützung und Mitgefühl helfen auch hier, um den seelisch kranken Menschen zu einer Behandlung zu bewegen. Wenn es möglich ist und der Betroffene es nicht sofort ablehnt, ist es gut, wenn Angehörige denjenigen beim Arztbesuch begleiten. Häufig kann man dem Arzt wertvolle Hinweise geben.

Alzheimer-Erkrankung


Bei der Alzheimer-Erkrankung handelt es sich um eine Demenz, die sich schleichend entwickelt, aber die Symptome jeder typischen Demenz zeigt. Deshalb ist die Diagnose zuerst durch den Ausschluss anderer Ursachen für die dementiellen Symptome zu stellen. Für die Diagnose sprechen zusätzlich ein langsam fortschreitender Verlauf, Eiweißveränderungen im Nervenwasser, Allgemeinveränderungen im EEG und erst spät eine sichtbare „Schrumpfung” des Gehirns in bildgebenden Untersuchungen (Computertomographie oder Kernspintomographie). Grundsätzlich weiß man nicht, woher der Abbau der Nervenzellen kommt. Festzustellen ist aber ein Abbau bestimmter Nervenzellen, die Verminderung eines bestimmten Enzyms und des ganzen Systems, das mit Acetylcholin, einem bestimmten Botenstoff, funktioniert. Gleichzeitig sind auch Nervenzellen betroffen, die mit Glutamat, einem anderen Botenstoff, arbeiten. Deshalb verordnet man Substanzen, die positiv auf das glutamerge System und / oder auf das cholinerge System wirken. Diese Substanzen haben manchmal einen positiven Effekt auf die „Alltagstauglichkeit” der Patienten, bewirken aber hauptsächlich eine Verlangsamung der Erkrankung.

Apoplex (Schlaganfall)


Bei einem Schlaganfall ist definitionsgemäß ein neurologischer Notfall gemeint, bei dem es aufgrund von Durchblutungsstörungen unterschiedlicher Ursache zu einem plötzlichen („schlagartigen”) Funktionsverlust von Bereichen des Gehirns kommt. Die häufigste Ursache hiervon ist ein primärer Hirninfarkt aufgrund einer Mangeldurchblutung. Demgegenüber kann es auch zu Blutungen meist im Gehirn selbst kommen, wobei es auch in primär mangeldurchblutete Gebiete aufgrund des absterbenden Gewebes sekundär einbluten kann.

Die Mangeldurchblutung hat zur Folge, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Glukose versorgt wird. Dadurch sterben Nervenzellen in den betroffenen Hirnregionen ab. Die einzelnen Regionen des Gehirns erfüllen verschiedene Funktionen und werden relativ genau von bestimmten Blutgefäßen versorgt. Dadurch kann von speziellen Symptomen auf Ausfälle von Regionen, die durch typische Gehirngefäße versorgt werden, geschlossen werden. Typische Symptome sind einerseits das plötzliche Auftreten von Sehstörungen, Lähmungen und / oder Sprachstörungen, andererseits das Zusammentreffen mehrerer Symptome. Grundsätzlich ist das Gehirn in der Lage, Schäden am Gehirngewebe und die damit einhergehenden Symptome teilweise auszugleichen, indem andere Gehirnzellen die Funktion der abgestorbenen übernehmen. Diese sogenannte „Plastizität” des Gehirns ist abhängig vom Alter des Patienten und der Art der Grunderkrankung.

Eine sehr häufige Ursache für den Hirninfarkt sind Blutgerinnsel, die sich im Herzen gebildet haben und in die hirnversorgenden Gefäße gespült werden und diese verstopfen. Auch der Verschluss kleiner Arterien und die Arteriosklerose großer Arterien sind häufige Ursachen. Risikofaktoren für einen Hirninfarkt sind das zunehmende Alter, männliches Geschlecht, genetische Veranlagung, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und mangelnde Bewegung.

Zur Diagnostik gehört die Erhebung der Krankengeschichte und die körperliche neurologische Untersuchung. In der Regel folgt ein bildgebendes Verfahren. Früher wurde immer ein CT durchgeführt, womit schnell zwischen einem Hirninfarkt und einer Hirnblutung unterschieden werden kann. Heute bietet das MRT mit dem Vergleich verschiedener Aufnahmetechniken zusätzliche Informationen. Eine Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße dient der Feststellung von arteriosklerotischen oder anderen Gefäßveränderungen.

Wenn der Patient nicht sehr alt ist und keine bedeutenden Vorerkrankungen hat, das plötzliche Ereignis weniger als drei Stunden vergangen und mittels eines bildgebenden Verfahrens eine Hirnblutung ausgeschlossen wurde, kann eine Lyse-Therapie, das heißt eine Auflösung des Thrombus, versucht werden. Die größte Gefahr einer solchen Behandlung sind hierdurch bedingte Blutungen, da die Blutgerinnung des Patienten über Stunden gehemmt wird. Letzten Endes besteht die Möglichkeit einer Lyse-Therapie allerdings schon wegen der Voraussetzungen – eher junger und eher gesunder Patient sowie Therapiebeginn innerhalb von drei Stunden – eher selten.

Das Wichtigste einer wirksamen Therapie ist die (internistische) Behandlung der Risikofaktoren. Darüber hinaus gelten 100 mg Acetylsalicylsäure als die nützlichste Prophylaxe. Bei Unverträglichkeit oder anderen zusätzlichen Risikofaktoren muss die Gabe von 75 mg Clopidogrel erwogen werden. Eine besondere Bedeutung kommt auch der Rehabilitation zu, wobei versucht wird, verlorene Fähigkeit wieder einzuüben. Teilweise können andere Regionen des Gehirns die Funktionen ausgefallener Bereiche übernehmen. Zu dem Therapiekonzept gehören – je nach Krankheitsbild – Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.

Atypischer Gesichtsschmerz


Es handelt sich hierbei um andere Formen des Gesichtsschmerzes als die Trigeminusneuralgie. Meist ist der Schmerz kontinuierlich und einseitig mit dumpf-drückendem Charakter. Alle möglichen organischen Ursachen und anderen Schmerzformen müssen ausgeschlossen werden. Die Therapie mit trizyklischen Antidepressiva, z.B. Amitriptylin, kann deutliche Linderung bringen.

Bandscheibenvorfall


Bei einem Bandscheibenvorfall handelt es sich um eine Erkrankung der Wirbelsäule, bei der Teile der Bandscheibe in den Nervenwurzel- oder Rückenmarkskanal vortreten. In der bildgebenden Diagnostik (CT oder MRT) kann eine Protrusion (Vorwölbung) oder ein Prolaps (Vorfall) beobachtet werden. Typische Symptome sind vom Nacken in die Arme oder vom Rücken in die Beine ausstrahlende Schmerzen, häufig mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln sowie Verschlimmerung beim Husten, Niesen oder Pressen auf der Toilette. Die Behandlung besteht in der Physiotherapie und im Muskelaufbau. Eine Bandscheibenoperation wird nur beim Auftreten erheblicher neurologischer Ausfälle wie Lähmungen oder Inkontinenz notwendig. Ob operative Maßnahmen im Einzelfall erforderlich sind, bleibt umstritten. Allgemein wird eine „strenge Beurteilung” für sinnvoll gehalten. Die Schmerzbehandlung auf operativem Weg ist meistens nicht möglich. Neben der Physiotherapie sollten auch die „nützlichen” Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren Erwähnung finden.

Bipolare Störungen


Bipolare Störungen = Manisch-depressive Erkrankung. Ursache ist die Instabilität verschiedener Botenstoffsysteme. Von den Verläufen her ist die Erkrankung sehr vielfältig. Es gibt Verläufe, bei denen die depressiven Episoden stark überwiegen, aber auch manische, also übermäßig euphorische, Episoden vereinzelt hinzukommen. In anderen Fällen überwiegen die manischen Episoden. Manchmal ist es gleichmäßig verteilt. Eine manische Episode ist gekennzeichnet durch eine „zu gute” Stimmung, eine Euphorie, der keine Ursache zuzuordnen ist, ein starker Aktivitäts- und Rededrang, ein vermindertes Schlafbedürfnis und eine Störung der Urteilsfähigkeit unter der Annahme, mehr zu können als tatsächlich möglich ist. Manchmal wird zu viel Geld ausgegeben, manchmal werden zu viele Dinge gleichzeitig begonnen, manchmal wird das Leben an sich „in zu vollen Zügen” genossen. Die Gedanken, die Bewegungen und auch die Wahrnehmungen sind stark beschleunigt. An und für sich ist, wie man aus der Beschreibung sehen kann, eine manische Episode ein eher angenehmer als unangenehmer Zustand, den selten ein Patient behandeln lassen will. Das ist auch nachvollziehbar, aber nach der manischen Episode folgen oft depressive Verstimmungen, die auf jeden Fall äußerst unangenehm sind. Außerdem führt die Manie zu Schädigungen, z.B. zum finanziellen Ruin, zu körperlichen Schäden aufgrund der körperlichen Erschöpfung oder zu sozialen Schwierigkeiten aufgrund der starken Beanspruchung der Umgebung, das nicht so schnell und aktiv ist. Auch beobachtet man verstärkte Aggressivität, die im Rahmen der manischen Episode, zumindest im längeren Verlauf, häufig auftritt. Behandelt wird eine bipolare Störung mit stimmungsstabilisierenden Medikamenten wie Lithium oder Carbamazepin oder Valproinsäure, die sonst auch gegen Epilepsie eingesetzt werden. In der Epilepsiebehandlung stabilisieren sie ebenfalls die verschiedenen Botenstoffe und deshalb wirken sie auch bei den bipolaren Störungen. Depressive Episoden können auch mit Antidepressiva (Depression) behandelt werden. Denkstörungen bei einer schweren manischen Episode müssen unter Umständen mit Neuroleptika behandelt werden. Unter einer angemessenen Therapie, die auch psychotherapeutisch die Bewältigung des „Abschieds von der Manie” und andere Umweltfaktoren beinhalten sollte, kann man die verschiedenen Episoden ganz vermeiden. Ohne Behandlung werden sie immer schwerer wiederkehren und es werden wie auch bei anderen seelischen Erkrankungen Restsymptome bleiben wie Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Auffassungsstörungen.

Borreliose


Borrelien sind durch Zecken übertragene Bakterien, die beim Menschen zu vielfältigen Krankheitserscheinungen führen können.

Neben unter anderem Hauterscheinungen (Erythema chronicum migrans) und Gelenkbeschwerden, sind besonders häufig das periphere und zentrale Nervensystem betroffen. Typische Erscheinungen sind dabei therapieresistente Rückenschmerzen, Gesichtslähmungen (Facialisparese) oder andere motorische und sensible Störungen.

Zur Sicherung der Erkrankung spielt neben Blutuntersuchungen auch die Liquordiagnostik eine besondere Rolle. Wichtig ist die frühzeitig richtige Diagnose, um durch eine antibiotische Behandlung ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Besondere Fälle besprechen wir regelmäßig mit Herrn Professor Dr. Rudolf Ackermann aus Köln

Botulinumtoxin


Die Behandlung durch intramuskuläre Injektion mit kleinen Mengen einer hochwirksamen Substanz wird von uns seit vielen Jahren vor allem zur Therapie von Patienten mit Torticollis, Blepharospasmus, Schreibkrampf und manchmal auch mit einer Spastik eingesetzt.

Clusterkopfschmerz


Dieser Kopfschmerz äußert sich in heftigsten, streng einseitigen und in Attacken auftretenden Schmerzen v.a. in Schläfe und Auge. Die Attacken dauern meist zwischen einer Viertelstunde bis zu drei Stunden und treten vornehmlich nachts und aus dem Schlaf heraus auf. Sie kommen völlig unvermittelt. Die Seite kann wechseln. Besonders typisch ist die während der Attacke bestehende Bewegungsunruhe. Menschen mit Clusterkopfschmerz neigen daher dazu, umherzuwandern („pacing around”), anstatt sich zurückzuziehen. Andere typische Symptome sind ein gerötetes Auge, Tränenfluss, hängendes Lid, laufende oder verstopfte Nase. Die Attacken können durch Alkoholgenuss ausgelöst.

Zur Akutbehandlung eignet sich Sauerstoffinhalation, was jedoch technisch bei einer akuten Attacke einigermaßen schwierig ist, und die Einnahme von Triptanen, die eigentlich spezielle Migränemedikamente sind. Typischerweise sind alle herkömmlichen Schmerzmittel meist unwirksam. Zur Behandlung des „Clusters” (der Episode) an sich und zur Prophylaxe werden als Mittel der ersten Wahl Verapamil, Cortison und Lithium empfohlen.

Commotio cerebri (Gehirnerschütterung)


Es handelt sich um eine Kopfverletzung mit kurzzeitiger Bewusstlosigkeit, deren Symptome sich meistens innerhalb kurzer Zeit zurückbilden. Für die Zeit der Bewusstlosigkeit besteht immer eine Gedächtnislücke. Häufig können sich die Patienten auch nicht an eine Zeit lang vor dem Ereignis erinnern. Spätfolgen gibt es nicht. Akute Beschwerden sind häufig Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und/oder Erbrechen.

Contusio cerebri (Gehirnquetschung)


Typischerweise dauert hier die Bewusstlosigkeit länger. Die Gedächtnislücke betrifft oft nicht nur einige Zeit (Stunden bis Tage) vor dem Unfall, sondern auch längere Zeit nach dem Unfall. Im Verlauf lassen sich mittels der bildgebenden Verfahren, v.a. dem MRT, ein Ödem oder Substanzdefekte des Gehirns feststellen. Unter Umständen muss mit bleibenden körperlichen und seelischen Schäden gerechnet werden.

Copaxone®


Glatirameracetat ist wie die Interferone ein immunmodulatorischer Arzneistoff zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose. Copaxone® ist seit 2001 auf dem deutschen Markt. Da das Glatirameracetat einem bestimmten Bestandteil von Zellen, der bei der MS angegriffen wird, sehr ähnlich ist, binden sich die angreifenden Zellen an den Wirkstoff und werden so entschärft. Das Verhältnis von entzündungsfördernden Zellen wird hin zu entzündungshemmenden Zellen verschoben. Auch dieser Wirkstoff reduziert die Schubfrequenz, diskutiert wird auch eine die Nervenzellen schützende Wirkung. Glatirameracetat wird einmal täglich unter die Haut injiziert.

CTS


Karpaltunnelsyndrom = KTS = CTS. Hiermit ist die Einengung des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel gemeint. Das KTS ist ein Nervenkompressionssyndrom, von dem Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Der „Karpaltunnel” ist eine tunnelartige Röhre in der Tiefe des Handgelenks, dessen „Dach” von einem breiten Band gebildet wird, das die Sehnen der Handbeugemuskeln zusammenhält. Durch diesen Tunnel läuft – gemeinsam mit den Beugesehnen – der starke Nervus medianus. Durch eine Einengung des Karpaltunnels wird häufig der Nerv geschädigt. Typische Symptome sind nächtliche, mehr noch gegen Morgen hin auftretende kribbelnde Missempfindungen mit Schmerzen, die von Daumen, Zeige- und Mittelfinger über die Handfläche bis in den ganzen Arm ausstrahlen. Später kommt es durch die Nervenschädigung zu einem Muskelschwund, der v.a. am Daumenballen auffällt.

Für die Diagnostik am entscheidendsten ist die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus. Unter Umständen muss allerdings auch an Halswirbelsäulenbeschwerden gedacht werden, die ähnliche Beschwerden machen können.

Anfangs kann eine konservative Behandlung mit einer nächtlichen Schienung der stärker betroffenen Hand in Neutralstellung versucht werden. Um bleibende Schäden an der Handmuskulatur zu vermeiden, sollte aber eher zügig an eine handchirurgische Operation gedacht werden.

Demenz


Bei einer Demenz handelt es sich um einen Verlust von vorher gehabten Fähigkeiten des Gedächtnisses und des Denkens mit Beeinträchtigung der alltäglichen Aktivitäten. Anfangs kann man häufig eine wechselhafte oder auch deprimierte Stimmung, Antriebslosigkeit mit einem Nachlassen der Alltagsaktivitäten und sozialem Rückzug, eine zunehmende Abneigung gegen Neues, leichte Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen und eine Verarmung der intellektuellen Fähigkeiten mit einer Bagatellisierung dieser Einbußen bemerken. Zu beachten ist hierbei, dass sich Depressionen auch anfangs häufig genauso äußern können. Bei dieser Erkrankung werden sie aber nicht bagatellisiert, sondern im Gegenteil sehr schwer genommen. Im typischen Verlauf tritt dann ein beeinträchtigtes Urteilsvermögen auf. Aus Wahrnehmungen und Erkenntnissen werden nicht mehr adäquate Schlüsse gezogen. Es kommt auch zu einer deutlichen Verminderung der Merkfähigkeit, dass heißt Neues wird nicht mehr behalten. Altes kann meist stabil reproduziert werden, wobei manchmal „Zeitgitterstörungen” auffallen, das heißt, dass die Ereignisse chronologisch nicht mehr richtig einsortiert werden. Wegen der gestörten Merkfähigkeit treten auch relativ rasch Störungen des Wissens über Zeit, Ort und Situation ein, was von den Patienten aber gerne überspielt wird: „Ach, so was fragt man eine alte Dame doch nicht...”, „ach, ich bin ein alter Mann und pass auf so was nicht mehr so genau auf...”.

Parallel zeigt sich oft eine „Schwerbesinnlichkeit”, komplexe und später auch einfache Fragen werden nicht mehr verstanden, eine Beeinträchtigung des abstrakten Denkens, Weitschweifigkeit, Umständlichkeit und ähnliches. Ganz im Vordergrund der Diagnostik steht der Ausschluss von (behandelbaren) Ursachen. Nicht alle Demenzen sind unwiderruflich und manche Ursachen können immerhin gebessert werden. Wenn eine Demenz aufgrund einer Vermehrung des Nervenwassers im Kopf oder aufgrund von Stoffwechselstörungen entstanden ist, kann sie sogar wieder geheilt werden. Demenzen können auch aufgrund von Durchblutungsstörungen, durch giftige Substanzen, wie Alkohol, Drogen oder Schwermetalle, Infektionen, Tumoren oder Verletzungen entstehen.

Depression


Die Depression ist eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Jeder fünfte Mensch macht einmal im Leben eine depressive Episode durch. Das entsteht durch ein Zusammenwirken von biochemischer „Empfindlichkeit” des Hirnstoffwechsels, die manchmal familiär bedingt ist, und Stressfaktoren, die auf den Menschen einwirken, wie Verluste, Trennungen, Kränkungen, etc.. Hierdurch kommt es zu einer chronischen Ausschüttung von „Stresshormonen”, z.B. Adrenalin oder körpereigenes Cortison, das man „Cortisol” nennt. Wirken diese Stresshormone zu stark oder zu lange auf das Gehirn ein, kommt es zu einer chronischen Verminderung bestimmter Botenstoffe, wie Serotonin, Noradrenalin oder Dopamin. Wenn diese chronisch zu niedrig sind, erhöht der Körper die „Rezeptordichte”, die Dichte von Empfangsstellen, für diese Botenstoffe. Und damit gehen die typischen Symptome der Depression einher.

Die typischen Symptome einer Depression sind Durchschlafstörungen mit Früherwachen, Morgentief, Antriebslosigkeit, Appetitlosigkeit, Freud- und Interesselosigkeit, deprimierte Stimmung, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen, verlangsamtes Denken und auch verlangsamte Bewegungen, Gefühle von Sinnlosigkeit und auch lebensmüde Gedanken. Das alles ist sehr gut heilbar.

Psychotherapeutische Verfahren klären die Zusammenhänge, die Ursachen und den Umgang mit den Stressfaktoren. Deshalb sind sie für die Prophylaxe und Therapie oft wichtig, können aber in einer akuten schweren depressiven Episode die Probleme noch verschlimmern. Antidepressiva sind Medikamente, die den Abbau der Botenstoffe verlangsamen und dadurch die Spiegel wieder normalisieren. Weil sie das sehr schnell machen, können Nebenwirkungen Müdigkeit oder Übelkeit sein, die aber nur ein paar Tage anhalten. Länger, ein paar Wochen, dauert es bis sich die Rezeptoren wieder zurückgebildet haben, also bis die Depression besser wird. Aufgrund all dessen machen Antidepressiva nicht abhängig und verändern auch nicht den Charakter oder sonst irgend etwas.

Deshalb ist es auch so wichtig, die Medikamente regelmäßig und lang genug einzunehmen, weil sie sonst schlichtweg gar nicht wirken.

Enzephalomyelitis disseminata (Multiple Sklerose)


Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Erkrankung junger Erwachsener. Im Gehirn und im Rückenmark treten verstreut Entzündungen auf, die durch den (fehlgeleiteten) Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Nervenzellen entstehen. Hierdurch kommt es zu einer verminderten Leitfähigkeit der Nervenbahnen, wodurch die Symptome wie Gefühlsstörungen (Taubheit oder Kribbeln), Schwäche oder Sehstörungen ausgelöst werden können. Die MS führt entgegen der landläufigen Meinung nicht regelmäßig zu einer schweren Behinderung. Die mittlerweile guten Therapiemöglichkeiten haben die Anzahl der Patienten mit Behinderungen weiter reduziert.

Es werden mehrere Verlaufsformen unterschieden: die schubförmig remittierende MS, die primär progrediente und die sekundär progrediente MS. Beim schubförmigen Verlauf treten die Entzündungen in akuten Phasen auf und die Symptome klingen nach der Entzündung z.T. auch vollständig wieder ab. Beim primär und beim sekundär progredienten Verlauf verstärken sich die Symptome schleichend langsam.

Zur Diagnosesicherung werden zusätzliche Untersuchungen notwendig. Zunächst findet eine körperliche Untersuchung statt. Dann werden bestimmte Nervenmessungen (Evozierte Potentiale) und eine kernspintomographische Untersuchung durchgeführt, wobei man typische Veränderungen feststellen kann. Bei ausreichend begründetem Verdacht wird dann die Untersuchung des Nervenwassers (Liquoruntersuchung) mittels einer Lumbalpunktion notwendig. Die Lumbalpunktion wird am unteren Rücken durchgeführt, weil das Rückenmark auf Höhe der Brustwirbelsäule endet und so die Punktion ungefährlich ist. Das Nervenwasser (Liquor) weist im Fall einer Multiplen Sklerose typische entzündliche Veränderungen auf.

Durch die Medikamente kann eine Verringerung der Schubfrequenz und der Schwere eines Schubes sowie ein Schutz der Nervenzellen erreicht werden. Bei einem akuten Schub kann die Entzündungsreaktion innerhalb kurzer Zeit mittels hoch dosiertem Cortison als Infusion, z.B. 500 Milligramm über fünf Tage, 1000 mg über drei oder fünf Tage oder 2000 mg über fünf Tage je nach Schwere der Entzündung und Konstitution des Patienten beendet werden. Als Langzeitschutz und –behandlung werden mittlerweile aufgrund der guten Studienergebnisse Interferone, monoklonale Antikörper und Mitoxantron eingesetzt.

PDF-Download

Informationsflyer zum Krankheitsbild Multiple Sklerose



Epilepsie


Unter einer Epilepsie, die im Deutschen „Fallsucht” genannt wurde, versteht man ein Krankheitsbild mit mindestens zwei wiederholt spontan aufgetretenen epileptischen Anfällen (Krampfanfällen). Ein epileptischer Anfall ist die Folge attackenartiger synchronisierter Entladungen von Nervenzellen des Gehirns, die zu einer plötzlichen unwillkürlichen wiederholten Verhaltens- oder Empfindungsstörung führen.

Die Diagnose wird neben der Erhebung der typischen Krankengeschichte durch eine Messung der Hirnstromaktivität (EEG) unterstützt. Auch bildgebende Untersuchungen gehören zur Routinediagnostik, um andere Erkrankungen des Gehirns, die diese spontanen synchronen Entladungen verursachen könnten, auszuschließen. Die Behandlung besteht in der Gabe von Medikamenten, die diese synchronen Entladungen dämpfen (Antikonvulsiva). Akut ist in der Regel KEIN Eingreifen nötig und der Anfall endet nach (maximal) wenigen Minuten von selbst. Die nötigen Hilfmaßnahmen bestehen in der Verhinderung von Verletzungen im Sinne von Polsterung und Entfernen von umgebenden Gegenständen. Wenn jedoch mehrere Anfälle aufeinander folgen, sollte unbedingt ärztliche Hilfe gerufen werden.

Es können viele verschiedene Formen von Anfällen unterschieden werden wie der „generalisierte Krampfanfall”, der „konvulsiv” ablaufen kann und dann auch „tonisch-klonisch” oder „Grand-Mal” genannt wird. Er geht einher mit Bewusstseinsverlust, Sturz, Verkrampfung und rhythmischen Zuckungen. „Nicht-konvulsiv” oder auch „Petit-mal” werden Anfälle genannt mit Bewusstseinspause, aber ohne Sturz. Es gibt auch „partielle Anfälle”, die auch „fokal” genannt werden und von einer ganz bestimmten Hirnregion ausgehen und sich somit auch in ganz bestimmten körperlichen Anzeichen äußern. Wenn man beim Anfall wach ist und angemessen auf seine Umgebung reagieren kann, wird der Anfall „einfach partiell” genannt. Wenn das Bewusstsein eingeschränkt ist und eine Erinnerungslücke oder Verwirrtheitszustände während des Anfalls oder danach auftreten, wird der Anfall „komplex partiell” genannt. Weitet sich das Anfallsgeschehen nach „partiellem” Beginn zu einem „generalisierten” Anfall aus, dann spricht man von einem Anfall mit „sekundärer Generalisierung”.

Bei Kindern gibt es die sogenannten „Fieberkrämpfe”, die unter fieberhaften Infekten auftreten und meist generalisierte, tonisch-klonische Anfälle sind. Sie sind meist harmlos und gehen nur ausnahmsweise mit einem erhöhten Risiko für die Entwicklung einer Epilepsie einher. Anfälle können bei jedem Menschen durch Alkohol(entzug), Drogen oder Medikamente, Schlafentzug, Flackerlicht, oder Erkrankungen und Verletzungen des Gehirns ausgelöst werden. Sie zählen zu den sogenannten „Gelegenheitsanfällen” wie auch einzelne Krampfanfälle ohne erkennbare Provokation, die nur einmalig auftreten.

Die Epilepsie ist so alt wie die Menschheit und gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen überhaupt. Weil das Erscheinungsbild so spektakulär ist, wurden Epilepsiekranke immer „besonders” wahrgenommen. Bereits im Reich der ägyptischen Antike und zur Zeit der Babyloniker waren Anfallskranke bekannt. Bei den Griechen galt die Epilepsie als die „heilige Krankheit”. Rund 400 Jahre vor Christus schrieb der griechische Arzt Hippokrates, dass das Gehirn für die „heilige Krankheit” verantwortlich sei. Im Mittelalter wurden Epilepsiepatienten häufig als „Besessene” angesehen. Es gab über alle Zeiten berühmte Epilepsiekranke wie Alexander der Große, Julius Cäsar, Napoleon, Gustave Flaubert, Dostojewski, Agatha Christie, Molière, Vincent van Gogh, Georg Friedrich Händel, Alfred Nobel und viele andere. Mit Pius IX. gelangte ein Epilepsiepatient auf den Papststuhl, so dass auch von „Besessenheit” keine Rede mehr war.

Extrapyramidale Krankheiten


Sind vor allem Bewegungsstörungen als Folge einer Schädigung motorischer Kerngebiete im Zentralnervensystem.

Dazu gehören zum Beispiel die Parkinson-Erkrankung, die Chorea, der Tremor, der Torticollis und der Schreibkrampf sowie der Blepharospasmus.

Die Behandlung erfolgt vor allem medikamentös, physiotherapeutisch oder manchmal auch mit Botulinumtoxin oder operativ durch tiefe Hirnstimulation.

Tremor = Zittern
Der Tremor gehört in den Bereich der extrapyramidalen Krankheiten, wobei hier verschiedene Typen zu unterscheiden sind.

Chorea
Die Chorea gehört in den Bereich der extrapyramidalen Krankheiten, wobei hier verschiedene Typen zu unterscheiden sind.

Torticollis
Der Torticollis gehört in den Bereich der extrapyramidalen Krankheiten, wobei hier verschiedene Typen zu unterscheiden sind. Die Behandlung erfolgt inzwischen meist mit Botulinumtoxin.

Schreibkrampf
Der Schreibkrampf gehört in den Bereich der extrapyramidalen Krankheiten, wobei hier verschiedene Typen zu unterscheiden sind. Die Behandlung erfolgt inzwischen meist mit Botulinumtoxin.

Facialisparese=Gesichtslähmung


Schwäche der mimischen Gesichtsmuskulatur, oft hervorgerufen durch Entzündungen oder Durchblutungsstörungen.

Früherkennung / Frühbehandlung


Man hat in Studien festgestellt, dass ein Patient mit einer Psychose eine „Vorphase” von durchschnittlich fünf Jahren hat, in der typische Auffälligkeiten zu beobachten sind. Erst dann wird durchschnittlich die Diagnose gestellt und eine Therapie eingeleitet. Auch Depressionen und andere seelische Erkrankungen werden häufig übersehen oder erst sehr spät festgestellt. Bei all diesen Erkrankungen ist es aber nachgewiesenermaßen sehr wichtig, möglichst früh zu behandeln, weil dann niedrigere Dosierungen von Medikamenten notwendig sind, um eine durchgreifendere und schnellere Heilung zu erreichen. Behandelt man nicht früh genug, ist es möglich, dass Symptome, insbesondere die einer Psychose, zurückbleiben. Deshalb beschäftigt sich die moderne Psychiatrie intensiv mit den Möglichkeiten und Methoden der Früherkennung und der Frühbehandlung von seelischen Erkrankungen.

Glatirameracetat


Glatirameracetat = Copaxone® ist wie die Interferone ein immunmodulatorischer Arzneistoff zur Behandlung der schubförmigen Multiplen Sklerose. Copaxone® ist seit 2001 auf dem deutschen Markt. Da das Glatirameracetat einem bestimmten Bestandteil von Zellen, der bei der MS angegriffen wird, sehr ähnlich ist, binden sich die angreifenden Zellen an den Wirkstoff und werden so entschärft. Das Verhältnis von entzündungsfördernden Zellen wird hin zu entzündungshemmenden Zellen verschoben. Auch dieser Wirkstoff reduziert die Schubfrequenz, diskutiert wird auch eine die Nervenzellen schützende Wirkung. Glatirameracetat wird einmal täglich unter die Haut injiziert.

Interferone


Interferone sind Proteine oder Glykoproteine, die eine immunmodulierende Wirkung entfalten. Sie werden als körpereigenes Gewebehormon in menschlichen und tierischen Zellen, v.a. von Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und anderen Zellen der Immunabwehr gebildet. 1957 entdeckten der Brite Isaacs und der Schweizer Lindemann die Interferone. 1979 gelang erstmals die Übertragung von menschlichen Interferon-Genen in Bakterien, wodurch die Herstellung von reinem Interferon in beliebigen Mengen möglich wurde.

Es gibt verschiedene Arten von Interferone wie die Alpha-Interferone, die neurologisch keine Bedeutung haben. Das Beta-Interferon ist ein Glykoprotein, das von virusinfizierten Zellen des Bindegewebes und vermutlich auch von anderen Zellen gebildet wird. Es wird zur Behandlung von Multipler Sklerose und schweren Viruserkrankungen eingesetzt. Das Interferon beta-1b trägt den Markennarmen Betaferon® und ist von der Firma Schering seit 1995 auf dem Markt. Verschiedene Substrate des Interferon beta-1a sind unter dem Namen Avonex® der Firma Biogen und Rebif® der Firma Serono erhältlich und unterscheiden sich hauptsächlich in der Anwendung. Avonex® wird einmal wöchentlich in den Muskel injiziert, Rebif® dreimal wöchentlich unter die Haut. Die Interferone reduzieren die Schubfrequenz und die Schwere der Schübe einer Multiplen Sklerose.

Karpaltunnelsyndrom


Karpaltunnelsyndrom = KTS = CTS. Hiermit ist die Einengung des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel gemeint. Das KTS ist ein Nervenkompressionssyndrom, von dem Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Der „Karpaltunnel” ist eine tunnelartige Röhre in der Tiefe des Handgelenks, dessen „Dach” von einem breiten Band gebildet wird, das die Sehnen der Handbeugemuskeln zusammenhält. Durch diesen Tunnel läuft – gemeinsam mit den Beugesehnen – der starke Nervus medianus. Durch eine Einengung des Karpaltunnels wird häufig der Nerv geschädigt. Typische Symptome sind nächtliche, mehr noch gegen Morgen hin auftretende kribbelnde Missempfindungen mit Schmerzen, die von Daumen, Zeige- und Mittelfinger über die Handfläche bis in den ganzen Arm ausstrahlen. Später kommt es durch die Nervenschädigung zu einem Muskelschwund, der v.a. am Daumenballen auffällt.

Für die Diagnostik am entscheidendsten ist die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus. Unter Umständen muss allerdings auch an Halswirbelsäulenbeschwerden gedacht werden, die ähnliche Beschwerden machen können.

Anfangs kann eine konservative Behandlung mit einer nächtlichen Schienung der stärker betroffenen Hand in Neutralstellung versucht werden. Um bleibende Schäden an der Handmuskulatur zu vermeiden, sollte aber eher zügig an eine handchirurgische Operation gedacht werden.

KTS


Karpaltunnelsyndrom = KTS = CTS. Hiermit ist die Einengung des Nervus medianus im Bereich der Handwurzel gemeint. Das KTS ist ein Nervenkompressionssyndrom, von dem Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Der „Karpaltunnel” ist eine tunnelartige Röhre in der Tiefe des Handgelenks, dessen „Dach” von einem breiten Band gebildet wird, das die Sehnen der Handbeugemuskeln zusammenhält. Durch diesen Tunnel läuft – gemeinsam mit den Beugesehnen – der starke Nervus medianus. Durch eine Einengung des Karpaltunnels wird häufig der Nerv geschädigt. Typische Symptome sind nächtliche, mehr noch gegen Morgen hin auftretende kribbelnde Missempfindungen mit Schmerzen, die von Daumen, Zeige- und Mittelfinger über die Handfläche bis in den ganzen Arm ausstrahlen. Später kommt es durch die Nervenschädigung zu einem Muskelschwund, der v.a. am Daumenballen auffällt.

Für die Diagnostik am entscheidendsten ist die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus. Unter Umständen muss allerdings auch an Halswirbelsäulenbeschwerden gedacht werden, die ähnliche Beschwerden machen können.

Anfangs kann eine konservative Behandlung mit einer nächtlichen Schienung der stärker betroffenen Hand in Neutralstellung versucht werden. Um bleibende Schäden an der Handmuskulatur zu vermeiden, sollte aber eher zügig an eine handchirurgische Operation gedacht werden.

Kopfschmerz


Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Dabei entfallen über 90% der Kopfschmerzerkrankungen auf die „primären” Kopfschmerzformen wie Migräne, Cluster- und Spannungskopfschmerz, bei denen keine organische Ursache gefunden werden kann. Hier ist der Schmerz selbst die Erkrankung. „Sekundäre”, also als Begleiterscheinungen auftretende, Kopfschmerzen sind wesentlich seltener. Sie können als Folge zum Beispiel nach Verletzungen, nach Blutungen oder auch bei Kieferproblemen auftreten.

Nach der Art werden grob Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz, medikamenteninduzierter Kopfschmerz, Trigeminusneuralgie und atypischer Gesichtsschmerz unterschieden.

An einen Arzt sollte man sich wenden, wenn die Schmerzen nicht nachlassen oder immer wiederkehren, wenn die Schmerzen immer stärker werden, wenn andere Beschwerden wie Seh-, Verhaltens- oder Gedächtnisstörungen dazu kommen, wenn man älter als 40 ist und solche Kopfschmerzen bisher nicht kannte, wenn die Kopfschmerzen nach einer Bewusstlosigkeit auftreten und wenn attackenartige „Nervenschmerzen”, sogenannte Neuralgien, vorkommen.

Körperliche Untersuchung


Je nach Ihren Beschwerden und Symptomen wird der Nervenarzt eine körperliche Untersuchung durchführen, bei der Sie mindestens die Schuhe ausziehen müssen, es jedoch auch gelegentlich erforderlich ist, sich bis auf die Unterwäsche zu entkleiden.

Je nach Beschwerden und Symptomen werden durch Neigung des Kopfes nach vorne und zur Seite der Nacken und die Nackenmuskulatur untersucht. Durch das Verfolgen des Fingers des Untersuchers mit den Augen lässt sich die Augenbeweglichkeit überprüfen. Die Pupillenreflexe können untersucht werden. Bittet einen der Nervenarzt „A” zu sagen, beobachtet er dabei die Beweglichkeit von Schlund, Gaumen und Zunge sowie die entsprechende Muskulatur. Bestimmte Grimassen (Augen zukneifen, Stirn runzeln, breit grinsen) ermöglichen eine Beurteilung der Gesichtsmuskeln. Unter Umständen wird der Nervenarzt auch die Kraft bestimmter anderer Muskelgruppen durch bestimmte Übungen überprüfen. Die Reflexe der Muskeln, die die Reizleitung über das Rückenmark und das Gehirn nachweisen, werden mit einem kleinen Hämmerchen mit Hartgummi untersucht, indem man leicht auf die entsprechenden Punkte an den Armen und Beinen klopft. Manchmal werden auch besondere Reflexe durch Bestreichen der Fußsohle, der Bauchdecke oder „schnipsen” der Finger untersucht. Wiederum andere Übungen, zu denen Sie vielleicht angehalten werden, ermöglichen eine Beurteilung der Koordination verschiedener Körpergebiete. Mittels der Stimmgabel wird unter Umständen das Vibratonsempfinden an den Händen und Füßen, mittels Bestreichen und Bewegen von Körperregionen verschiedene andere Empfindungsfähigkeiten getestet.

Manisch-depressive Erkrankung


Bipolare Störungen = Manisch-depressive Erkrankung. Ursache ist die Instabilität verschiedener Botenstoffsysteme. Von den Verläufen her ist die Erkrankung sehr vielfältig. Es gibt Verläufe, bei denen die depressiven Episoden stark überwiegen, aber auch manische, also übermäßig euphorische, Episoden vereinzelt hinzukommen. In anderen Fällen überwiegen die manischen Episoden. Manchmal ist es gleichmäßig verteilt. Eine manische Episode ist gekennzeichnet durch eine „zu gute” Stimmung, eine Euphorie, der keine Ursache zuzuordnen ist, ein starker Aktivitäts- und Rededrang, ein vermindertes Schlafbedürfnis und eine Störung der Urteilsfähigkeit unter der Annahme, mehr zu können als tatsächlich möglich ist. Manchmal wird zu viel Geld ausgegeben, manchmal werden zu viele Dinge gleichzeitig begonnen, manchmal wird das Leben an sich „in zu vollen Zügen” genossen. Die Gedanken, die Bewegungen und auch die Wahrnehmungen sind stark beschleunigt. An und für sich ist, wie man aus der Beschreibung sehen kann, eine manische Episode ein eher angenehmer als unangenehmer Zustand, den selten ein Patient behandeln lassen will. Das ist auch nachvollziehbar, aber nach der manischen Episode folgen oft depressive Verstimmungen, die auf jeden Fall äußerst unangenehm sind. Außerdem führt die Manie zu Schädigungen, z.B. zum finanziellen Ruin, zu körperlichen Schäden aufgrund der körperlichen Erschöpfung oder zu sozialen Schwierigkeiten aufgrund der starken Beanspruchung der Umgebung, das nicht so schnell und aktiv ist. Auch beobachtet man verstärkte Aggressivität, die im Rahmen der manischen Episode, zumindest im längeren Verlauf, häufig auftritt. Behandelt wird eine bipolare Störung mit stimmungsstabilisierenden Medikamenten wie Lithium oder Carbamazepin oder Valproinsäure, die sonst auch gegen Epilepsie eingesetzt werden. In der Epilepsiebehandlung stabilisieren sie ebenfalls die verschiedenen Botenstoffe und deshalb wirken sie auch bei den bipolaren Störungen. Depressive Episoden können auch mit Antidepressiva (Depression) behandelt werden. Denkstörungen bei einer schweren manischen Episode müssen unter Umständen mit Neuroleptika behandelt werden. Unter einer angemessenen Therapie, die auch psychotherapeutisch die Bewältigung des „Abschieds von der Manie” und andere Umweltfaktoren beinhalten sollte, kann man die verschiedenen Episoden ganz vermeiden. Ohne Behandlung werden sie immer schwerer wiederkehren und es werden wie auch bei anderen seelischen Erkrankungen Restsymptome bleiben wie Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Auffassungsstörungen.

Medikamenteninduzierter Kopfschmerz


Diese Kopfschmerzen werden durch die (fast) tägliche Einnahme von Schmerzmedikamenten über einen längeren Zeitraum hinweg ausgelöst. Am Anfang stehen meist andere Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerz), die zur regelmäßigen Einnahme von Medikamenten führen. Alle Schmerzmittel können über kurz oder lang Kopfschmerzen auslösen. Ein besonders hohes Risiko für die Entstehung dieser Kopfschmerzen besteht bei der Einnahme von Mischpräparaten. Es entsteht ein täglich auftretender Kopfschmerz, der meist vom Aufstehen an auftritt. Meist befindet sich der Schmerz im gesamten Kopf, ist jedoch häufig um Stirn, Schläfe und Hinterkopf betont. Er hat einen dumpfen, drückenden Charakter und nur selten Begleiterscheinungen wie Lichtscheu, Übelkeit oder Erbrechen.

Für die Therapie ist das Wichtigste der Wille des Patienten. Es muss ein Entzug mit Absetzen aller Schmerzmittel stattfinden. Sollten gleichzeitig andere Kopfschmerzformen bestehen, werden diese im Anschluss prophylaktisch behandelt.

Migräne


Die Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch einen anfallsartigen, pulsierenden und meist halbseitigen Kopfschmerz gekennzeichnet ist, der oft von Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und / oder Geräuschempfindlichkeit begleitet wird. Bei manchen Patienten geht einem Migräneanfall eine sogenannte „Aura” voraus, während der meist einseitige Seh- oder Empfindungsstörungen auftreten. Hierbei ist das „Wandern” der Symptome charakteristisch, z.B. ein „wanderndes” Flimmern vor den Augen oder „wandernde” Kribbelgefühle der Extremitäten. Die überwiegende Mehrheit der Patienten hat zwar keine Aura, jedoch gibt es häufig Vorboten wie Unruhe, Gereiztheit und Stimmungsveränderungen. Die Kopfschmerzen an sich können ein bis drei Tage anhalten. Selten gibt es auch Migräneformen ohne Kopfschmerzen, bei denen nur neurologische Ausfälle wie die flimmernden Sehstörungen auftreten. An Migräne leiden meistens Personen zwischen 25 und 45 Jahren. Häufig wird jedoch auch eine kindliche Migräne beobachtet. Je jünger die Patienten sind, desto eher sind genauso viele Männer wie Frauen betroffen. Im späteren Alter verschiebt sich die Häufigkeit auf die Seite der Frauen.

Die Diagnosestellung erfolgt durch die Befragung des Patienten und die Erhebung der Krankengeschichte. Mit Hilfe des EEG, der CT, der MRT und der Dopplersonographie müssen andere Ursachen für die Beschwerden ausgeschlossen werden.

Die Intensität der Migräneanfälle und die Anfallshäufigkeit kann durch geeignete medizinische Maßnahmen meist reduziert werden. Allerdings ist gelegentlich auch durch eine Änderung der Lebensführung eine komplette Symptomfreiheit erreichbar. Zur Akutbehandlung sind Mittel der ersten Wahl Acetylsalicylsäure, Paracetamol, Ibuprofen und Triptane, spezielle Migränemittel. Für die prophylaktische Behandlung der Migräne, das heißt zur Reduktion der Anfallsstärke und –häufigkeit, sind die Mittel der ersten Wahl Beta-Blocker (Metoprolol und Propranolol), Flunarizin und Cyclandelat.

Erste Versuche der Behandlung der Migräne – mittels Schädeleröffnung – lassen sich bis in die Mittelsteinzeit zurückverfolgen. Auch aus dem alten Ägypten während der Pharaonenzeit sind Behandlungsversuche, indem dem Patient ein Krokodil auf den Kopf gebunden wurde, dokumentiert. Hippokrates und Galen diskutierten verschiedene „Dämpfe” als Ursache für die Migräne.

Mitoxantron


Mitoxantron = Ralenova® = Novantron® ist ein zellhemmender Wirkstoff. Außer für die Krebsbehandlung ist er auch seit 2003 zur Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen. Der Wirkstoff wird in der Therapie der progredienten MS und der schubförmigen MS mit rascher Progredienz eingesetzt. Das Fortschreiten der Erkrankung wird häufig durch Mitoxantron gebremst. Es wird üblicherweise alle drei Monate in einer individuell zu berechnenden Dosierung als Infusion verabreicht. Mitoxantron führt zu Brüchen in den Einzel- und Doppelsträngen der DNS, wodurch ein immununterdrückender Effekt v.a. auf Lymphzellen entsteht. Unter der Behandlung mit Mitoxantron sinken normalerweise die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) vorübergehend deutlich ab, weshalb das Blutbild regelmäßig beobachtet werden muss. Zum anderen kann der Herzmuskel geschädigt werden, was zu einer Herzschwäche führen würde. Deshalb wird regelmäßig ein Ultraschall vom Herzen durchgeführt und eine maximale Dosis pro Patient errechnet, die nur in absoluten Ausnahmefällen überschritten werden darf.

Multiple Sklerose


Es handelt sich um eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Sie ist nach der Epilepsie die zweithäufigste neurologische Erkrankung junger Erwachsener. Im Gehirn und im Rückenmark treten verstreut Entzündungen auf, die durch den (fehlgeleiteten) Angriff körpereigener Abwehrzellen auf die Nervenzellen entstehen. Hierdurch kommt es zu einer verminderten Leitfähigkeit der Nervenbahnen, wodurch die Symptome wie Gefühlsstörungen (Taubheit oder Kribbeln), Schwäche oder Sehstörungen ausgelöst werden können. Die MS führt entgegen der landläufigen Meinung nicht regelmäßig zu einer schweren Behinderung. Die mittlerweile guten Therapiemöglichkeiten haben die Anzahl der Patienten mit Behinderungen weiter reduziert.

Es werden mehrere Verlaufsformen unterschieden: die schubförmig remittierende MS, die primär progrediente und die sekundär progrediente MS. Beim schubförmigen Verlauf treten die Entzündungen in akuten Phasen auf und die Symptome klingen nach der Entzündung z.T. auch vollständig wieder ab. Beim primär und beim sekundär progredienten Verlauf verstärken sich die Symptome schleichend langsam.

Zur Diagnosesicherung werden zusätzliche Untersuchungen notwendig. Zunächst findet eine körperliche Untersuchung statt. Dann werden bestimmte Nervenmessungen (Evozierte Potentiale) und eine kernspintomographische Untersuchung durchgeführt, wobei man typische Veränderungen feststellen kann. Bei ausreichend begründetem Verdacht wird dann die Untersuchung des Nervenwassers (Liquoruntersuchung) mittels einer Lumbalpunktion notwendig. Die Lumbalpunktion wird am unteren Rücken durchgeführt, weil das Rückenmark auf Höhe der Brustwirbelsäule endet und so die Punktion ungefährlich ist. Das Nervenwasser (Liquor) weist im Fall einer Multiplen Sklerose typische entzündliche Veränderungen auf.

Durch die Medikamente kann eine Verringerung der Schubfrequenz und der Schwere eines Schubes sowie ein Schutz der Nervenzellen erreicht werden. Bei einem akuten Schub kann die Entzündungsreaktion innerhalb kurzer Zeit mittels hoch dosiertem Cortison als Infusion, z.B. 500 Milligramm über fünf Tage, 1000 mg über drei oder fünf Tage oder 2000 mg über fünf Tage je nach Schwere der Entzündung und Konstitution des Patienten beendet werden. Als Langzeitschutz und –behandlung werden mittlerweile aufgrund der guten Studienergebnisse Interferone, monoklonale Antikörper und Mitoxantron eingesetzt.

PDF-Download

Informationsflyer zum Krankheitsbild Multiple Sklerose



Myasthenie


Es handelt sich um eine neuromuskuläre Erkrankung. Die Behandlung erfolgt medikamentös, in einzelnen Fällen auch immunsuppressiv oder operativ (Thymektomie).

Natalizumab


Das Natalizumab = Tysabri® ist ein monoklonaler Antikörper, der Anhaftungsmoleküle der Blut-Hirn-Schranke (zum Nervenwasser hin) und von T-Lymphzellen blockiert. Seit Sommer 2006 liegt die Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde vor (EMEA). Voraussetzung für die Behandlung ist ein Versagen anderer immunmodulatorischer Behandlungen mit Interforon Beta oder ein rasches Fortschreiten der Erkrankung. Das Medikament wird als Kurzinfusion alle vier Wochen verabreicht.

Neuroleptika


Neuroleptika sind Medikamente, die hauptsächlich gegen psychotische Symptome (Psychose), Verwirrtheitszustände und manische Symptome (Bipolare Störunen) gegeben werden. Sie wirken dämpfend auf einen überstarken Bewegungsdrang, auf Aggression, Sinnestäuschungen, unkorrigierbare Überzeugungen und andere psychotische Symptome. „Alte” Neuroleptika hatten oft Bewegungseinschränkungen als Nebenwirkungen, wie Muskelsteifigkeit und ein eingeschränktes Gangbild. „Moderne” Neuroleptika sind wesentlich besser verträglich und haben höchstens individuelle Nebenwirkungen, wie manchmal anfangs Müdigkeit oder auch Unruhe, die aber nach ein paar Tagen, wenn sich die Spiegel der Botenstoffe im Nervenwasser normalisiert haben, verschwinden. Neuroleptika blockieren die Empfangsstellen der Nervenzellen für Dopamin. Zuerst produziert der Körper wegen des zu vorher vergleichsweise niedrigen Dopamin-Angebotes mehr Dopamin, so dass sich die Symptome erst nur langsam bessern. Nach ein paar Tagen bis ein paar Wochen aber kommt es durch die Dopaminblockade zu einer Verlangsamung des Dopaminumsatzes. Grundsätzlich wirken aber mehrere Regelmechanismen zusammen, so dass auch die anderen Botenstoffe, wie z.B. Serotonin mitbeteiligt sind.

Neuroborreliose


Borrelien sind durch Zecken übertragene Bakterien, die beim Menschen zu vielfältigen Krankheitserscheinungen führen können.

Neben unter anderem Hauterscheinungen (Erythema chronicum migrans) und Gelenkbeschwerden, sind besonders häufig das periphere und zentrale Nervensystem betroffen. Typische Erscheinungen sind dabei therapieresistente Rückenschmerzen, Gesichtslähmungen (Facialisparese) oder andere motorische und sensible Störungen.

Zur Sicherung der Erkrankung spielt neben Blutuntersuchungen auch die Liquordiagnostik eine besondere Rolle. Wichtig ist die frühzeitig richtige Diagnose, um durch eine antibiotische Behandlung ein gutes Ergebnis zu erreichen.

Besondere Fälle besprechen wir regelmäßig mit Herrn Professor Dr. Rudolf Ackermann aus Köln

Neurologie


Die Neurologie ist die Lehre von den Ursachen, den Diagnosen, der Prophylaxe und der Behandlung der Erkrankungen des Nervensystems. Hierzu gehören alle Erkrankungen des sogenannten „zentralen Nervensystems”, also des Gehirns und des Rückenmarks, der Umgebungsstrukturen und blutversorgenden Gefäße und des „peripheren Nervensystems”, also der Nerven in ihrem Verlauf ab dem Rückenmark und den damit verbundenen Muskelstrukturen. Typische neurologische Erkrankungen sind einerseits zum Beispiel die Parkinson-Erkrankung, Epilepsie oder MS. Andererseits gibt es auch die Nervenwurzelverletzungen durch Unfälle, Bandscheibenvorfälle oder Einklemmungen der Nerven in ihrem Verlauf wie bei dem Karpaltunnelsyndrom an der Hand.

Novantron®


Mitoxantron = Ralenova® = Novantron® ist ein zellhemmender Wirkstoff. Außer für die Krebsbehandlung ist er auch seit 2003 zur Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen. Der Wirkstoff wird in der Therapie der progredienten MS und der schubförmigen MS mit rascher Progredienz eingesetzt. Das Fortschreiten der Erkrankung wird häufig durch Mitoxantron gebremst. Es wird üblicherweise alle drei Monate in einer individuell zu berechnenden Dosierung als Infusion verabreicht. Mitoxantron führt zu Brüchen in den Einzel- und Doppelsträngen der DNS, wodurch ein immununterdrückender Effekt v.a. auf Lymphzellen entsteht. Unter der Behandlung mit Mitoxantron sinken normalerweise die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) vorübergehend deutlich ab, weshalb das Blutbild regelmäßig beobachtet werden muss. Zum anderen kann der Herzmuskel geschädigt werden, was zu einer Herzschwäche führen würde. Deshalb wird regelmäßig ein Ultraschall vom Herzen durchgeführt und eine maximale Dosis pro Patient errechnet, die nur in absoluten Ausnahmefällen überschritten werden darf.

Parkinson-Erkrankung


Bei der Parkinson-Erkrankung kommt es zu einem Mangel von Dopamin, der zu Bewegungsstörungen führt. Deshalb treten ein Steifigkeitsgefühl der Muskulatur, ein gehemmtes Gangbild („Trippelschritte”) und ein Zittern auf. Die medikamentöse Behandlung soll den Dopaminmangel ausgleichen und zusammen mit der Krankengymnastik die Bewegungsabläufe verbessern.

Psychiatrie


Die Psychiatrie ist die Lehre von den Ursachen, den Diagnosen, der Prophylaxe und der Behandlung der seelischen Erkrankungen. Hierzu gehören die seelischen Störungen, die durch körperliche Ursachen ausgelöst werden, die seelischen Erkrankungen aufgrund biochemischer Veränderungen des Hirnstoffwechsels und die seelischen Störungen, die aufgrund des Erlebens, Verhaltens und Denkens entstehen. Typische psychiatrische Erkrankungen sind die Demenz, Schizophrenie oder Depression, aber auch zum Beispiel Angst- und Zwangsstörungen und Belastungsreaktionen. Ein Psychiater ist ein Arzt, der Medizin studiert und sich in der Lehre der Psychiatrie spezialisiert hat.

Psychologie


Die Psychologie ist die Lehre von der Seele im allgemeinen, dem Erleben und Verhalten, deren Entwicklung im Leben, deren äußere und innere Ursachen sowie deren Konsequenzen. Psychologen werden auf allen möglichen Gebieten, wie eben in der Wissenschaft, dem Marketing, der Sozialberatung oder in Personalfragen tätig. Auf therapeutischem Gebiet nutzen sie die Möglichkeiten der Psychotherapie.

Psychose


Hierbei handelt es sich um bestimmte seelische Symptome, die auftreten, wenn im Gehirn bestimmte Botenstoffe eine bestimmte Grenze, die sogenannte „Dopaminschwelle” überschreiten. Typische Symptome sind das Gefühl, alles habe mit einem selbst zu tun, Gedanken, die durcheinander kommen oder „abreißen”, Stimmen hören, Dinge riechen, schmecken, hören, fühlen und sehen, die andere nicht nachvollziehen können, und die innere Unfähigkeit, diese Dinge noch in Frage stellen zu können, das heißt, die „unkorrigierbare Gewissheit”, ferner Antriebsstörungen, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen sowie häufig panische Angst. Eine Psychose muss man mit Neuroleptika behandeln, damit v.a. nicht die Antriebslosigkeit, Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblematik bestehen bleibt. Diese Medikamente machen nicht abhängig. Weil die Patienten meist nicht einsehen, dass sie „krank” sind, also eine verzerrte Wahrnehmung haben, ist es oft schwierig, eine Behandlung einzuleiten.

Ralenova®


Mitoxantron = Ralenova® = Novantron® ist ein zellhemmender Wirkstoff. Außer für die Krebsbehandlung ist er auch seit 2003 zur Behandlung der Multiplen Sklerose zugelassen. Der Wirkstoff wird in der Therapie der progredienten MS und der schubförmigen MS mit rascher Progredienz eingesetzt. Das Fortschreiten der Erkrankung wird häufig durch Mitoxantron gebremst. Es wird üblicherweise alle drei Monate in einer individuell zu berechnenden Dosierung als Infusion verabreicht. Mitoxantron führt zu Brüchen in den Einzel- und Doppelsträngen der DNS, wodurch ein immununterdrückender Effekt v.a. auf Lymphzellen entsteht. Unter der Behandlung mit Mitoxantron sinken normalerweise die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) vorübergehend deutlich ab, weshalb das Blutbild regelmäßig beobachtet werden muss. Zum anderen kann der Herzmuskel geschädigt werden, was zu einer Herzschwäche führen würde. Deshalb wird regelmäßig ein Ultraschall vom Herzen durchgeführt und eine maximale Dosis pro Patient errechnet, die nur in absoluten Ausnahmefällen überschritten werden darf.

Schädel-Hirn-Trauma


So wird jede Verletzung des Schädels mit Hirnbeteiligung (und mit Bewusstlosigkeit) bezeichnet. Ob eine Bewusstlosigkeit bestand oder nicht, kann manchmal erst nach intensiver Befragung und Erhebung der Krankengeschichte durch den Arzt geklärt werden, Bestand keine Bewusstlosigkeit und können Brüche des Schädels ausgeschlossen werden, handelt es sich meist um eine Schädelprellung. Auch bei einer Schädelprellung können über längere Zeit Kopfschmerzen und Übelkeit auftreten. Darüber hinaus unterscheidet man eine Commotio cerebri und eine Contusio cerebri.

Schizophrenie


Die Schizophrenie ist, modellhaft gesprochen, eine angeboren niedrige „Dopaminschwelle”. Man geht davon aus, dass jeder Mensch eine bestimmte Dopaminschwelle hat. Verschiedene „Stressfaktoren”, wie Stress an sich, aber auch Drogen, Medikamente, Schlaflosigkeit, etc., summieren sich. Wenn diese über die „Dopaminschwelle” reichen, dann läuft eine typische Psychose ab. Wenn aufgrund biochemischer, vererbter oder traumatischer Faktoren die „Dopaminschwelle” niedriger ist als bei anderen Menschen, das heißt, dass nur wenige oder gar keine Stressfaktoren ausreichen, um zu einer Psychose zu führen, dann nennt man das „Schizophrenie”. Neuroleptika müssen in diesem Fall unbedingt dauerhaft eingenommen werden, weil sie dafür sorgen, dass die „Dopaminschwelle” künstlich erhöht wird und der Mensch von einer erneuten Psychose verschont bleibt. Dies ist v.a. deshalb so wichtig, weil die sogenannten „Negativ-Symptome”, wie Antriebslosigkeit, Konzentrations- oder Aufmerksamkeitsstörungen, mit jeder wiederkehrenden Erkrankung weniger heilbar werden. Ganz wichtig ist es auch, dass die Menschen, die an einer Schizophrenie erkrankt sind, Spezialisten ihrer eigenen Erkrankung werden. Je besser sie sich auskennen und je mehr Vertrauen sie zu einem Therapeuten fassen können, desto früher kann man reagieren. Dann kann man Stress vermeiden, Entlastung suchen und braucht ggf. nur sehr niedrige Dosen von Neuroleptika.

Schlaganfall


Bei einem Schlaganfall ist definitionsgemäß ein neurologischer Notfall gemeint, bei dem es aufgrund von Durchblutungsstörungen unterschiedlicher Ursache zu einem plötzlichen („schlagartigen”) Funktionsverlust von Bereichen des Gehirns kommt. Die häufigste Ursache hiervon ist ein primärer Hirninfarkt aufgrund einer Mangeldurchblutung. Demgegenüber kann es auch zu Blutungen meist im Gehirn selbst kommen, wobei es auch in primär mangeldurchblutete Gebiete aufgrund des absterbenden Gewebes sekundär einbluten kann.

Die Mangeldurchblutung hat zur Folge, dass das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Glukose versorgt wird. Dadurch sterben Nervenzellen in den betroffenen Hirnregionen ab. Die einzelnen Regionen des Gehirns erfüllen verschiedene Funktionen und werden relativ genau von bestimmten Blutgefäßen versorgt. Dadurch kann von speziellen Symptomen auf Ausfälle von Regionen, die durch typische Gehirngefäße versorgt werden, geschlossen werden. Typische Symptome sind einerseits das plötzliche Auftreten von Sehstörungen, Lähmungen und / oder Sprachstörungen, andererseits das Zusammentreffen mehrerer Symptome. Grundsätzlich ist das Gehirn in der Lage, Schäden am Gehirngewebe und die damit einhergehenden Symptome teilweise auszugleichen, indem andere Gehirnzellen die Funktion der abgestorbenen übernehmen. Diese sogenannte „Plastizität” des Gehirns ist abhängig vom Alter des Patienten und der Art der Grunderkrankung.

Eine sehr häufige Ursache für den Hirninfarkt sind Blutgerinnsel, die sich im Herzen gebildet haben und in die hirnversorgenden Gefäße gespült werden und diese verstopfen. Auch der Verschluss kleiner Arterien und die Arteriosklerose großer Arterien sind häufige Ursachen. Risikofaktoren für einen Hirninfarkt sind das zunehmende Alter, männliches Geschlecht, genetische Veranlagung, Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Rauchen und mangelnde Bewegung.

Zur Diagnostik gehört die Erhebung der Krankengeschichte und die körperliche neurologische Untersuchung. In der Regel folgt ein bildgebendes Verfahren. Früher wurde immer ein CT durchgeführt, womit schnell zwischen einem Hirninfarkt und einer Hirnblutung unterschieden werden kann. Heute bietet das MRT mit dem Vergleich verschiedener Aufnahmetechniken zusätzliche Informationen. Eine Doppler- und Duplexsonographie der hirnversorgenden Gefäße dient der Feststellung von arteriosklerotischen oder anderen Gefäßveränderungen.

Wenn der Patient nicht sehr alt ist und keine bedeutenden Vorerkrankungen hat, das plötzliche Ereignis weniger als drei Stunden vergangen und mittels eines bildgebenden Verfahrens eine Hirnblutung ausgeschlossen wurde, kann eine Lyse-Therapie, das heißt eine Auflösung des Thrombus, versucht werden. Die größte Gefahr einer solchen Behandlung sind hierdurch bedingte Blutungen, da die Blutgerinnung des Patienten über Stunden gehemmt wird. Letzten Endes besteht die Möglichkeit einer Lyse-Therapie allerdings schon wegen der Voraussetzungen – eher junger und eher gesunder Patient sowie Therapiebeginn innerhalb von drei Stunden – eher selten.

Das Wichtigste einer wirksamen Therapie ist die (internistische) Behandlung der Risikofaktoren. Darüber hinaus gelten 100 mg Acetylsalicylsäure als die nützlichste Prophylaxe. Bei Unverträglichkeit oder anderen zusätzlichen Risikofaktoren muss die Gabe von 75 mg Clopidogrel erwogen werden. Eine besondere Bedeutung kommt auch der Rehabilitation zu, wobei versucht wird, verlorene Fähigkeit wieder einzuüben. Teilweise können andere Regionen des Gehirns die Funktionen ausgefallener Bereiche übernehmen. Zu dem Therapiekonzept gehören – je nach Krankheitsbild – Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.

Schwindel


Hierunter versteht man das Empfinden eines Dreh- oder Schwankgefühls. Definiert ist „Schwindel“ als „wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich selbst und der Umwelt“. Man unterscheidet u.a. Dreh-, Schwank- und unsystematischen Schwindel. Er entsteht häufig aus widersprüchlichen Informationen der am Gleichgewichtsempfinden beteiligten Sinnesorgane wie der Augen, dem Gleichgewichtsorgan des Innenohrs, der Muskel- und Gelenkrezeptoren. Wenn der Hausarzt die Einordnung des Schwindels nicht ausreichend sichern konnte, sollten Fachärzte für HNO, Orthopädie und Neurologie konsultiert werden. Unter Umständen sind auch kardiologische und psychiatrische Untersuchungen sinnvoll.

Die Krankengeschichte kann beim Schwindel bereits in 90% der Fälle die Diagnose nahe legen. Weiterhin werden – bei den verschiedenen Ärzten – Blutdruck und Puls untersucht, ein EKG geschrieben, die Augenbewegungen untersucht, der Gleichgewichtssinn und das Gehör sowie die Koordination geprüft. Führen diese Untersuchungen nicht zur Klärung, wird meist eine bildgebende Untersuchung des Kopfes (CCT, MRT), eine Doppler- und Duplex-Sonographie, ein EEG und / oder die Ableitung von Evozierten Potentialen notwendig.

Spannungskopfschmerz


Ein Spannungskopfschmerz beinhaltet Schmerzen im Bereich des gesamten Kopfes, die einen drückend-ziehenden, jedoch nicht pulsierenden Charakter haben. Einzelne Episoden können zwischen dreißig Minuten bis sieben Tage dauern. Meistens sind diese nicht von anderen Symptomen wie Lichtscheu, Übelkeit oder Erbrechen begleitet. Häufig finden sich jedoch weitere Auffälligkeiten wie Ängstlichkeit, deprimierte Grundstimmung, Schlafstörungen und Medikamentenfehlgebrauch. Die Diagnostik muss alle anderen möglichen Kopfschmerzursachen ausschließen. Akut kann Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen eingenommen werden. Prophylaktisch, das heißt zur Reduktion der Schwere, Dauer und Frequenz der Schmerzen, wird zu Allgemeinmaßnahmen wie regelmäßigem Schlaf, Entspannungsübungen und Ausdauertraining sowie zur medikamentösen Behandlung mit z.B. Antidepressiva geraten.

Spastik


Ist eine unwillkürliche Steigerung der Muskelspannung in Teilen des Körpers oder auch am ganzen Körper als Folge einer Schädigung des zentralen Nervensystems.

Tiefe Hirnstimulation


Bei diesem Verfahren werden nach neurologischer Untersuchung vom Neurochirurgen Elektroden in motorische Kerne des Zentralnervensystems eingesetzt. Bei der Parkinson-Krankheit haben wir mit dieser Methode in einigen Fällen erstaunliche Erfolge gesehen.

Trigeminusneuralgie


Hierbei handelt es sich um Schmerzen, die durch eine Störung des fünften Hirnnerven, des Nervus trigeminus, ausgelöst werden. Charakteristisch ist der spontane oder ausgelöste, blitzartig einschießende Schmerz im Bereich meist einer Hälfte des Gesichtes (Versorgungsgebiet des Nervus trigeminus). Meist hält der Schmerz nur wenige Sekunden, selten bis zu wenigen Minuten an. Manchmal treten zusätzlich Symptome wie Rötung, Tränen, Nasenlaufen oder Speichelfluss mehrmals pro Tag auf. Die Schmerzattacken können durch Kauen, Sprechen, Schlucken, Zähneputzen, Berührung des Gesichtes, kalte Luft oder Bewegungen der Gesichtsmuskulatur ausgelöst werden. Zusätzlich kommt es häufig zu begleitenden Depressionen als Folge der massiven Schmerzen und des Vermeidungsverhaltens bezüglich der Auslöser (frische Luft, Essen, Trinken).

Zuerst wird die Trigeminusneuralgie mit medikamentösen Mitteln behandelt. Mittel der ersten Wahl sind hierbei Carbamazepin oder Oxcarbazepin. In seltenen Fällen kommt ein operativer Eingriff in Betracht.

Tysabri®


Natalizumab = Tysabri® ist ein monoklonaler Antikörper, der Anhaftungsmoleküle der Blut-Hirn-Schranke (zum Nervenwasser hin) und von T-Lymphzellen blockiert. Seit Sommer 2006 liegt die Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde vor (EMEA). Voraussetzung für die Behandlung ist ein Versagen anderer immunmodulatorischer Behandlungen mit Interforon Beta oder ein rasches Fortschreiten der Erkrankung. Das Medikament wird als Kurzinfusion alle vier Wochen verabreicht.

Verkehrsmedizin


Ist die Anwendung medizinischer Erkenntnisse besonders auf den Straßenverkehr. Diese sind nötig für Gutachten zur Frage der Fahrtauglichkeit z.B. für das Straßenverkehrsamt.



Weitere Fragen beantworten wir Ihnen jederzeit gerne.
Nutzen Sie dazu unser Kontaktformular oder rufen Sie uns an.

 
 
Gemeinschaftspraxis
für Neurologie
und Psychiatrie
Hild, Krüger & Nowak
Friedrich-Ebert-Platz 2 B
53773 Hennef
Tel. +49 (0)2242 915680
info@neurologie-hennef.de
 
Gemeinschaftspraxis
für Neurologie
und Psychiatrie
Hild, Krüger & Nowak
Friedrich-Ebert-Platz 2 B
53773 Hennef
Tel. +49 (0)2242 915680
info@neurologie-hennef.de