Ultraschalluntersuchungen - Ultraschalldiagnostik

Die Ultraschalldiagnostik wird heute in fast allen medizinischen Fachdisziplinen genutzt. Ultraschall ist Schall im Frequenzbereich über 16.000 Hz, der für das menschliche Ohr nicht mehr wahrnehmbar ist. Mit Ultraschall können für diagnostische Zwecke das Fließen von Blut hörbar gemacht und Gewebe, Gefäße, innere Organe und ihre Bewegung bildhaft dargestellt werden.

Gefäßuntersuchungen (Doppler- und Duplexsonographie)

Doppler

benannt nach Christian Doppler, der als Mathematiker in Prag 1842 den nach ihm benannten Effekt beschrieb: Messung der Geschwindigkeit des Blutstroms.

Duplex

zusätzlich zweidimensionale Darstellung der Blutgefäße.

Transkranielle gepulste Dopplersonographie:

Untersuchung des Schlagadern im Gehirn durch den Schädelknochen.

Im Mittelpunkt der neurologischen Ultraschalldiagnostik steht die Duplexsonographie der hirnversorgenden Blutgefäße. Mit den hier eingesetzten Ultraschallsonden ist neben der Darstellung der Halsschlagadern (Arteria carotis und vertebralis) in den meisten Fällen auch eine Beurteilung der Hirnbasisgefäße möglich (transkranielle gepulste Sonographie). Damit lässt sich die Frage nach Gefäßverengungen sehr oft ohne weitere eingreifende Untersuchungen (wie z.B. Gefäßdarstellungen mit Kontrastmitteln) zuverlässig beantworten und beurteilen.

Die Untersuchungen sind erforderlich bei der Ursachenabklärung nach einem Schlaganfall und zur Kontrolle von operativ versorgten oder mit einem Stent behandelten Gefäßen (zur Verhütung von Rückfällen). Wir können die Untersuchung aber auch zur Ermittlung des individuellen Schlaganfallrisikos (siehe auch Vorsorgeuntersuchung Schlaganfall) durchführen, zumal sich mit den modernen hochauflösenden Geräten auch die Wandstrukturen der Arterien und die Dicke der Gefäßinnenhaut (Intima-Media-Dicke) gut beurteilen lassen.

Die Klassifizierung einer Stenose der A. carotis interna erfolgt bei uns streng nach den NASCET-Kriterien. Bei der Risikobewertung sind wir bemüht, neben dem Vorhandensein von Kollateralkreisläufen auch Faktoren der intrazerebralen Hämodynamik (zerebrovaskuläre Reservekapazität) und den Nachweis von sog. HITS (high intensity transient signals) zu würdigen.

Neben der Schlaganfalldiagnostik bieten wir die Untersuchung auch bei der Beurteilung von unklaren Schwindelerkrankungen an, bei rheumatischen Gefäßerkrankungen (Arteriitis temporalis) sowie bei bestimmten Formen des Kopf- und Gesichtsschmerzes. Bei einem pulssynchronen Ohrgeräusch kann die Methode in Ergänzung zur MRT u.U. wichtige Zusatzinformationen liefern.

Herzuntersuchung - Echokardiographie

Eine weitere wichtige Anwendung des Ultraschalls für den Neurologen ist die Herzuntersuchung, die Echokardiographie. Wenn sich der Verdacht ergibt, dass Durchblutungsstörungen des Gehirns vom Herzen verursacht sind, führt der Kardiologe die entsprechenden Ultraschalluntersuchungen am Herzen durch.

Nervenuntersuchungen - Neurosonographie

Ein weiterer Einsatzbereich der Ultraschalldiagnostik ist die Untersuchung von Einklemmungen peripherer Nerven, z.B. am Handgelenk beim Karpaltunnelsyndrom (KTS, CTS). Hierbei ergeben sich oft wichtige Zusatzinformationen für den Chirurgen vor einer geplanten operativen Behandlung und zur Beurteilung der Operationsindikation.



Beispiel: 55-jährige Patientin mit ausgeprägtem Karpaltunnelsyndrom. Maximale Einklemmung des Nervus medianus bei "2" und deutliche Schwellungsreaktion des Nerven hinter der Einklemmungsstelle bei "1".

 
 
Gemeinschaftspraxis für
Neurologie und Psychiatrie
Hild, Krüger, Nowak
Kaminski, Kleinen
Friedrich-Ebert-Platz 2 B
53773 Hennef
Tel. +49 (0)2242 915680
info@neurologie-hennef.de
 
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